Alfons Pillach: Du kommst und gehst

Saarbrücker Graffiti

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Du kommst und gehst

© Alfons Pillach

Man bat dich nicht, als du geboren,
auf dieser Bühne zu erscheinen,
in einer Wiege selbstverloren
war dein erster Laut ein Weinen.

Du warst ein Kind, der Zeitenbogen
trug dich geschwind zum reifen Mann,
zu schnell, du bist der Zeit betrogen,
als finge sie erst gestern an.

Dein kurzer Auftritt geht zu Ende,
du atmest Zeit, ein kurzes Glück,
in deinem Schoß die greisen Hände,
so richtest du den Blick zurück.

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Stichwörter:
Gedichte, Alfons Pillach, Kind, Alter, Zeit, Lebenslauf