Stefan Pölt: Ganz in Weiß

Ganz in Weiß

© Stefan Pölt

Sie hängt an seinen Lippen
und meint, das lässt ihn cool.
Die Lage droht zu kippen
und mit ihr auch sein Stuhl.

Schon oft war er geblendet
und fragt sich jetzt ganz bang,
wie dieses Date wohl endet?
Vermutlich auf dem Gang.

Er starrt in ihre Augen,
sie starrt in seinen Mund
und fängt dann an zu saugen
ganz tief in seinem Schlund.

Ein Mann ist hier verloren,
wie sehr er sich auch sträubt.
Er stößt auf taube Ohren
und ist doch selbst betäubt.

Ihr weiter nahzukommen,
ist schwierig vor dem Gehen.
Er stammelt leicht benommen:
»Hau Hokto, Hiedachehn!«

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