Stefan Pölt: So ziemlich alles

So ziemlich alles

© Stefan Pölt

Und die Liebe und das Leben
und die Laune und die Lust
und das Nehmen und das Geben
und die Freude und den Frust

und die Freiheit und den Panther
und des Frühlings blaues Band
und den Birnbaum, letztgenannter
aber nur im Havelland,

auch die Hoffnung und das Bangen
und die Liebe – war schon dran? –
dann halt Sehnsucht und Verlangen
und den Hund von nebenan,

neben diesen das Erwarten,
die Moral, das Moor, den Mond,
auch Gefühle aller Arten
(nichts und niemand wird verschont)

und das Herz sowie die Treue,
Freundschaft, Götter, Ehre, Schwur,
auch die Liebe – ja, aufs Neue! –
und die Schönheit der Natur,

außerdem noch die Dämonen,
das Verbrechen und den Hass,
Krankheit, Kriege und Kanonen,
Tod und Teufel – sonst noch was?

Ja, die Liebe (wie berichtet),
das Bewahren und den Brauch
haben Meister schon bedichtet –
kaum zu glauben! Ich jetzt auch!

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Stichwörter:
Gedichte, Stefan Pölt, Liebe, Leben, Tod