Stefan Pölt: Fast oben ohne

Fast oben ohne

© Stefan Pölt

Mit der Zeit und mit den Jährchen
blieb ihm nur ein einzges Härchen,
das er sorgsam hegte, pflegte,
wusch und dann zur Seite legte.

›Harry‹, wie er’s zärtlich nannte,
bildete die elegante
linke Seite von dem Scheitel,
glattgefönt – da war er eitel.

Neulich träumte er im Kissen,
Harry wäre ausgerissen,
wachte auf – vor Schreck ganz fahl:
Um ein Haar wär ich jetzt kahl!

***

Stichwörter:
Gedichte, Stefan Pölt, Haar, Glatze, Harry

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